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Montag, 22. Oktober 2007

--> Gedächtnisprotokoll

Im Juni oder Juli 2002 ging ich zum ersten mal zu Professor Schultz-Ehrenburg. Meine vorhergehende Hautärztin ...., sagte mir damals, daß sie aufgrund der Verschlechterung meines Mundbefundes durch den Lichen ruber (das ist eine Hautkrankheit, die auch die Schleimhäute befällt), sie wäre nicht in der Lage mir zu helfen, da sie keine Erfahrung mit diesem Krankheitsbild habe, und ich solle einen Spezialisten aufsuchen.

Ich fand Professer Schultz-Ehrenburg durch den Stadtbezirksführer von Berlin-Weißensee. Als ich das erste Mal bei Professor Schultz-Ehrenburg war, fragte ich ihn ob er mir weiterhelfen könne, ob er Erfahrung mit dem Lichen ruber hätte. Er bejahte das. Da ich noch andere Hauterkrankungen habe fühlte ich mich gut aufgehoben.

Ich weiß nicht mehr genau, welche Therapie er mir als erstes verordnet hat, ich glaube es war eine Haftsalbe und noch andere Salben gegen die anderen Hautgeschichten.
Die Praxis zog dann in ein Ärztehaus in Weißensee in der Schönstraße um. Ich erinnere mich, daß ich bei meinem ersten Besuch in der neuen Praxis wieder ziemliche Beschwerden hatte. Zunächst kam es aber zu keiner Untersuchung . Er hatte einen Computer bekommen, in dem er nun die Krankenakte führen wollte oder sollte, und mit dem Teil kam er nicht klar. Also half ich ihm erstmal.Und dann sagte ich dem Professor Schultz-Ehrenburg, das meine Beschwerden im Mund wieder ziemlich schlimm wären, und ob er eine Idee hätte, was man dagegen tun könnt.. Er verließ dann eine ganze Weile das Behandlungszimmer und kam mit einem Buch zurück. Er sagte, er hätte ein Medikament - Neotigason - gefunden, das helfen könnte. Zunächst müsste ich aber Blut abnehmen lassen, da der Cholesterinwert bei der Behandlung mit diesem Medikament unter Kontrolle bleiben müsse. Als Einleitung für die Behandlung bekam ich erst ein anderes Medikament gespritzt und dann erhielt ich ein Rezept für das Neotigason. Ich erinnere mich deshalb so genau daran, weil ich seit langer Zeit die große Hoffnung hatte, endlich wieder einigermaßen schmerzfrei essen zu können, vielleicht sogar auch wieder frisches Obst oder mal ein Stück Schokolade o.a. Die Neotigason halfen nicht wirklich. Nach 3 oder 4 Wochen hörte ich erstmal auf, das Medikament zu nehmen, weil die Nebenwirkungen ziemlich unangenehm waren, meine Lippen wurden wund und brannten, 3. die Haare gingen mir aus, 3. ich fror ständig, außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Schuppenflechte und das Ekzem jetzt erst recht „zu blühen" anfingen. Ich ging wieder zu Professor Schultz-Ehrenburg und sagte ihm das. Er überredete mich aber, die Neotigason weiter zu nehmen. Ich tat das auch. Die Schmerzen im Mund waren mal besser und mal schlechter. Da Professor Schultz-Ehrenburg mir gesagt hatte, man könne nicht wirklich etwas wirksames gegen den Lichen ruber tun, fand ich mich damit ab, irgendwie und holte mir eben immer die Medikamente, auch gegen die Schuppenflechte und da Ekzem. So nach ca. 1 Jahr Behandlung (2003), begannen die Schmerzen ins linke Ohr auszustrahlen. Ich sagte das dem Professor Schultz-Ehrenburg. Er sah sich den Mund an und sagte mir, ich hätte jetzt auch noch eine „Landkarten-Zunge" und da wäre es normal, das die Schmerzen ausstrahlen würden. Gegen die „Landkartenzunge" könne man aber nichts tun. Das würde sich schon bessern, wenn ich die Neotigason weiter nehmen würde. Ich nahm die Tabletten weiter, schmierte die Salbe auf die Haut und versuchte die Schmerzen auszuhalten. Was sollte ich sonst tun? Er ist der Spezialist. So ging das Jahr für Jahr weiter. Im August 2006 war ich zum letzten mal bei ihm um mir Salben für die Haut zu holen. Der Mundbefund war an diesem Tag mal nicht ganz so schlimm. 2 Tage später war das aber schon wieder anders und so ging das weiter. Es wurde nichts besser. Da ich mir von dem Professor Schultz-Ehrenburg keine weitere Hilfe erwarten konnte, und die ständigen Schmerzen im Mund nicht mehr zu ertragen waren, ging ich am 21. März 2007 wieder zu meiner vorherigen Hautärztin, und erzählte ihr von meinem Problem. Sie schaute in meinem Mund und gab mir sofort eine Überweisung in zur Kiefer-und Gesichtschirurgie. Am 26. April 2007 hatte ich dort einen Termin, der behandelnde Arzt schaute kurz in meinen Mund und sagte, man müsste einige Untersuchungen machen, welche aber nur stationär möglich wären.